Zeichenkurs: Tutorial – Faltenwürfe einfach zeichnen
11. September 2010 in Zeichnen
Hey Leutz,
heute zeige ich euch in einem ausführlichem Tutorial, wie ihr ganz einfach Faltenwürfe zeichnet. Jeder Mensch läuft mit zig verschiedenen Klamotten rum, prima um Falten in verschiedenen Formen und Längen zu zeichnen. Aber um das zu können, müssen wir das natürlich erstmal in einem Zeichenkurs üben. Wie schattiere ich richtig, was muss ich beachten? Dazu im Artikel mehr…
In diesem Tutorial zeichne ich ein T-Shirt das genügend Falten wirft. Um es zu üben könnt ihr euch die Vorlage einfach runterladen und ausdrucken!
Zuerst einmal zeichnet ihr den Grundriss. Dafür ist ein harter Bleistift am besten dazu geeignet (H, 2H) da diese Striche sehr fein und leicht zu radieren sind. Den Grundriss könnt ihr bequem abpausen oder aber ihr schult noch mal euer Auge und zeichnet es so
Auch hier solltet ihr gleich auf die Proportionen achten. In diesem Beispiel liegt das Shirt auf dem Stuhl. Ihr müsst den Stuhl nicht extra detailiert zeichnen, es reicht ihn anzudeuten. Beim zeichnen des Grundrisses müsst ihr nicht gleich einen perfekten Strich ziehen. Es ist sogar meist besser mehrmals drüber zu gehen. Die Falten, die das Kleidungsstück wirft zeichnet ihr auch dezent als Hilfslinie ein.

Jetzt entscheidet ihr euch, woher das Licht kommt. Wie auf dem Bild zu sehen kommt das Bild von rechts, also zeichnet ihr euch einen kleinen Kreis in die Ecke oder ihr merkt euch die Position des Lichtes. Um es anschaulicher zu machen habe ich es als Sonne angedeutet. Im Prinzip ist das ganz einfach, ihr müsst nur genau hinschauen. Wie ihr wisst kommt das Licht von rechts, also muss demnach die rechte Hälfte des Shirts auch die hellste Stelle sein. Auf dem Bild ist sehr gut zu erkennen, dass rechts das Shirt nahezu weiß ist. Beobachtet mal die andere Hälfte … Da kommt eigentlich keine weiße Stelle mehr vor. Das heißt, dass ihr bis auf die rechte Seite alles sehr leicht schraffieren könnt. Beachtet bitte, dass ihr von hell nach dunkel arbeitet. Ich habe die Angewohnheit immer als Stück für Stück zu machen, was aber auch nicht falsch ist. beim Schraffieren müsst ihr euch für eine Richtung entscheiden. Ihr kennt das sicherlich von früher, als man als Kind kreuz und quer ein Bild ausgemalt hat. Da ist jeder Strich – egal mit welcher Stärke – einfach zu sehen. Anders ist das bei der Kreuzschraffur; aber dazu später mehr!

Beobachtet mal die Falten auf der linken Seite. Jede Falte hat an der äußeren Seite die dunkelste Stelle. Das Licht kommt von rechts, das heißt, das rechts von der dunklen Stelle eine weiße Linie folgt. rechts daneben ist das genau andersrum. Hier schraffiert ihr von dunkel nach hell. Benutzt für das Schraffieren nun eine weichen Bleistift (z.b. B, 2B). Zeichnet langsam die hellen Stellen und werdet etwas dunkler. Sollte es zu dunkel werden könnt ihr mit dem Radiergummi auf die Stellen “klopfen”. So zerstört ihr nicht gleich die ganzen Schraffuren.

Die Nähte könnt ihr als Striche andeuten, diese sind kaum der Rede wert. Ihr dürft nicht vergessen, dass die Innenseite des Shirts, also zum Beispiel beim linken oder rechten Ärmel etwas dunkler werden. Was auch noch möglich ist, ist einfach von der dunklen Stelle aus zu beginnen. Die dunkelste Stelle ist ein dunkler Strich. Von diesem Strich aus schraffiert ihr genau in der gleichen Stärke in die jeweilige Richtung und werdet dabei immer schwächer. Achtet hierbei ganz auf die Falte, ob diese vielleicht nicht nach unten geht oder eine Wölbung hat. Wenn ihr fertig seid geht ihr nochmals einzelne Stellen mit dem Radiergummi entlang und macht sie weißer. Dazu eignet sich am besten ein Stiftradiergummi, die so wie weiße Buntstifte aussehen.

Probiert es mehrmals aus und übt es täglich. Man kann es auf jeden Fall lernen, man muss eben nur üben!
Noch ein kleiner Tipp: Alles, aber auch alles besitzt keine richtige Linie, so auch Falten. Einzelne Linien könnt ihr sanft angedeutet lassen. Aber die krassen auf der rechten Seite sind auf dieser Seite einfach zu hell. Schraffiert die Linien so, dass sie verschwinden und ein Verlauf ergeben. Es kann ja nicht sein, dass jeder Grundriss eine Kontur besitzt. Also stets die Konturen verschwinden lassen! Im Gegensatz zu meinem Endergebnis könnt ihr noch eins drauflegen und mit einem Wischer bzw. mit einem Taschentuch die grauen Flächen weichzeichnen. Dadurch deckt ihr die harten Kanten – ist aber euch überlassen.
Viel Spaß beim üben! Ihr könnt mir gerne eure Faltenwürfe per Mail schicken und sie veröffentlichen lassen. Würde mich sehr freuen!

Schlagworte: Faltenwürfe, Zeichenkurs, Zeichnen

Dustin - 12. September 2010
oha :O ich konnte falten zwar noch nie richtig zeichnen aber…ich habs wirklich mal ausprobiert und es klappt einigermaßen xD so gut wie du es gemacht hast zwar nicht aber..schon ganz okay (für meine verhältnisse) xD
Lock - 12. September 2010
ihh !! tex…. wieso kannst du so gut zeichnen…. ;D
bring mir mal was bei xd
chrisign webdesign cms - 12. September 2010
Tolle Anleitung! Funktioniert tatsächlich; ich werde diese Technik auch fürs Webdesign oder für einen Internetauftritt verwenden können. Besten Dank.
Queenyohanna/Bernsteinpfote - 12. September 2010
lol, du kannst gedanken lesen oder?
als ich den letzten artikel gelesen hab dachte ich, hmmm , also ich kann bloß die falten nicht zeichnen, und da kommt ein artikel über falten XD
Dennis S. - 13. September 2010
ich habs versucht aba naja hat ncih sooo ganz hingehauen aber die falten sehen spitze aus!
Luke - 13. September 2010
Zeichnen war noch nie meine Stärke aber meine Schwester ist voll der Profi :S
Vieleicht krieg ichs ja jetzt besser hin
Cathychan - 13. September 2010
:-O
klar.. als ob ich sowas hinbekommen könnte
aber ich merk mir mal den artikel..
vllt. brauch ich das ja auch irgendwann mal
Kokosnuss341 - 13. September 2010
Das ist eine schöne Ausführliche Erklärung.Selbst könnte ich das aber nicht.aber das ist schön das du es schaffst.
Crooper - 13. September 2010
Sooo, extra hier nehm ich mir nochmal die Zeit um nen Kommi zu schreiben
Sieht klasse aus, ich bin immer zu faul um die Bleistifte zu wechseln, aber wenn ich meine Zeichnung später noch bearbeite, kommt es sowieso nicht mehr so richtig an, wie die Bleistiftzeichnung ausgesehen hat, irgendwie schade.
Blackmasters - 13. September 2010
Ich dachte immer ich könnte gut zeichnen aber bs ch so gut bin wie du brauch ich bestimmt noch ein Jahr^^.
ich hab dir mal 4 meiner Bilder geschikt würde mal gerne deine Meinung dazu hören.
Sveny - 14. September 2010
Nachdem man jetzt Dank eines Interviews weis was genau Du mit diesem Weblog erreichen möchtest und auch bisher geschafft hast, muss ich zugeben das mich nichts überrascht.
Und ich bin Dir immer wieder dankbar für solche Artikel. Die helfen nicht nur Deinen Lesern, sondern auch meinen. Denn zu meinem Themenspektrum passen oftmals einige Deiner Artikel.
Also danke.
Marcel Scherrer - 6. November 2010
Echt sehr, sehr schöne Zeichnungen, aber ich, als nicht Computerspezialist, würde meine Webseite, Logos, Prospekte von New-Time, einer Webdesign Firma aus St. Gallen im Rheintal mach lassen. Mir wurde von Freunden mitgeteilt, dass die Grafiker der Webagentur höchst qualifiziert sind und keine Wünsche offen lassen, sowohl für Firmen, als auch Private. Die Werbeagentur agiert in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.