Formate und Proportionen – Der Goldene Schnitt

Guten Tag ihr da draußen,
es gibt tausende Normen und das in jeder Branche, beispielsweise die Gesellschaftliche Normen. Eine Norm die jeder kennt, ist aber sicherlich die DIN-Norm, beispielsweise bei Papieren wie DIN A4. Aber was ist eigentlich der »Goldene Schnitt«, wie wirkt er und vor allem wie wende ich ihn gekonnt an?

DIN-Norm (Deutsche Industrie Norm)

Bei der Din-Norm werden materielle und immaterielle Gegenstände ganz einfach vereinheitlicht. Diese Normen sind zwar nicht zwingend zu benutzen, haben logischerweise aber viele Vorteile, die sie mit sich bringen. Beispielsweise Umschläge, die per Post verschickt werden. Hättet ihr diese festgelegte Einheit nicht, wäre euer Format ein Sonderformat und somit teurer beim Versand.

Wenn wir kurz zurückblicken stellen wir fest, dass es vor dem Jahr 1920 keine genormten Formate gab – lediglich ungefähre Proportionen, die dem „Goldenen Schnitt“ ähnelten.

Wenn wir uns einfach mal die DIN-A-Reihe anschauen, sehen wir, dass es unglaublich viele Formate gibt. Theoretisch könnten wir bis A9 runter rechnen (was kleineres habe ich zumindest noch nie gesehen – allerhöchstens Sonderformate).

Mit der Skizze kann man es einfach erklären: Durch Halbieren der langen Seite entsteht genau das nächst kleinere Format.
Somit ist das Seitenverhältnis genau 1 : √2

Ihr seht also, kein Hexenwerk, lediglich einfaches halbieren ;-) Kommen wir aber nun zum goldenen Schnitt:


• Der »Goldene Schnitt«

Der Goldene Schnitt, der unter anderem auch als göttliche Teilung bekannt ist, sticht mit einem einzigartigen Format heraus. Das Format bestimmt nämlich ein Verhältnis zwischen zweier Zahlen, die das Format für den Betrachter »anders aussehen lässt«.

Anders? Inwiefern sollen wir das anders sehen? Wir Menschen finden den »Goldenen Schnitt« als harmonisch empfundenes Proportionsmaß, welches »überall« in der Natur vorkommt, so zum Beispiel beim Pferd, Hund, Mensch…
sogar bei Pflanzen!

Es ist ganz unbewusst, aber vergleicht mal ein DIN-A4 Papier mit einem Papier im goldenen Schnitt – letzteres ist ganz klar harmonischer bzw. viel eleganter
und schöner.

Stop mal, wie soll ich das bitte vergleichen, wenn ich die Maße des »Goldenen Schnitts« kenne? Keine Sorge, die Konstruktion ist total einfach:

Das Proportionsverhältnis der Teilung sieht wie folgt aus:

– BE = 50
– AE = 80
– AB = 130
– BC = 1/2 AB

»Der Minor (kleinere Strecke) verhält sich zum Maior (größere Strecke) wie der Maior zur gesamten Strecke«

Sorry, aber was soll das denn heißen? Versteh ich nicht!?

Keine Sorge, ihr müsst euch nur folgenden Trick merken:
Die Lamésche Zahlenreihe gibt bestimmte Zahlen vor:

1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, … versteht ihr das Prinzip? Ihr nehmt eine Zahl und addiert diese mit der vorherigen, z.B. 3 + 5 = 8 oder 34 + 21 = 55. Das geht bis ins unendliche – merkt euch einfach nur 5, 8 und die 13!

Also: Lange Seite 13, kurze Seite 8 – Fertig! Wenn ihr etwas Zeit habt, dann schnipselt euch doch mal ein »Goldenen Schnitt« zurecht und vergleicht wie vorhin gesagt mit DIN-A Papier (am besten in etwa gleichgroße).


Wenn euch (z.B.) Din A4 immer noch besser gefällt, dann bin ich verrückt ;-)

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

9 Gedanken zu „Formate und Proportionen – Der Goldene Schnitt“

  1. okeyy, hier muss ich zugeben, dass ich zuerst nicht kapiert hab Xd aber jetzt gehts, dank deiner tollen erklärung!

  2. Das ist super, vielen Dank =) Man muss sich nur die Lamésche Zahlenreihe merken, der Rest ist kinderleicht!

  3. Herzlichen Dank, höre ich gerne :-) Vor allem als Design-Neuling kann ich stolz sagen, dass du bei mir ganz richtig bist ;-) Wünsche Dir ein schönes Wochenende!

  4. Ich starre jetzt seit einer viertel Stunde 2 Stücken Papier an und ich muss sagen, du hast recht. ich glaube langsam mehr, ich bin verrückt. das mit den zahlen 5,8 und 13 fand ich am coolsten. und am verwirrensten.

  5. An der erklärenden Skizze stimmt etwas nicht! Sei A der linke untere Eckpunkt, dann beträgt die Strecke AB 13 Längeneinheiten, die halbe Länge von 13 ist aber nicht 8.

  6. Wenn ich Dich jetzt richtig verstanden habe, muss ich dir widersprechen: Strecke AB soll auch nicht direkt geteilt werden. Es wird stets einen einfach kleineren bzw. größeren Abschnitt geben, was durch die Lamésche Zahlenreihe zustande kommt!

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