Verdammt, wie soll ich das Logo gestalten, mir fällt einfach nichts ein! Egal ob ihr als Designer oder privat ein Logo gestalten müsst – die Prozedur bis zur fertigen Bildmarke ist nicht einfach. Oftmals hilft es jedoch ungemein, etwas Brainstorming zu betreiben. Wie wäre es daher mit einer kleinen Übung mit euren »personal tools«?
Mit dieser Aufgabe, die ich euch jetzt vorstelle und die auch mal selbst mal nachmachen könnt, möchte ich euch einen Weg an die Hand geben, wie Logos entstehen können. In dem Beispiel werden wir und ganz bestimmte Adjektive aussuchen. In der Praxis müsstest ihr euer Thema, das ein Logo bekommen soll, als ein Adjektiv ausgeben bzw. beschreiben können.
Aber damit ihr euch das besser vorstellen könnt, fange ich direkt an.
Für die Aufgabe benötigen wir eine Bibliothek, die wir täglich benutzen – unser Gehirn. Was wir jetzt suchen sind Qualitäten, die wir besitzen, die wir uns aneignen wollen, verloren haben, vermissen oder einfach darüber glücklich sind, sie nicht zu haben. Welche Qualitäten bringt ihr also mit? Beispiele wären: pünktlich, aufmerksam, ruhig, verrückt und vieles mehr. Diese Qualitäten nennen wir »personal tools«, auf Deutsch »persönliche Werkzeuge«, die wir mit uns tragen bzw. haben wollen. Schreibt daher eine Liste mit den ganzen Begriffen auf und versucht positive wie auch negative Aspekte mit einzubinden. Immerhin wollen wir ein breit gefächertes Spektrum an Begriffen erreichen, für die später Logos entwickelt werden.
Jetzt wird es schon etwas kniffliger und dieser Teil der Arbeit könnte euch in Zukunft helfen, ein Standbein für die Entwicklung eines Logos zu haben. Für euer personal tool wird jetzt ein »personal project« gesucht. Das heißt: Ihr sucht für den jeweiligen Begriff ein passendes Projekt aus, das sich auch umsetzen lässt und bestenfalls auch noch Sinn ergibt. Welche Funktion kann zum Beispiel die persönliche Eigenschaft, sprich das »personal tool« annehmen? Wie wäre es mit der Charaktereigenschaft »Aufmerksam«. Jemand ist aufmerksam bzw. braucht Aufmerksamkeit – wäre hierbei »Die Dazugehörigkeit / Subkuturen« nicht ein passendes Thema? Versucht etwas um die Ecke zu denken und aus dem Begriff ein Projekt zu starten. Das Projekt sollte jedoch Sinn ergeben, versucht daher zu überlegen, ob ihr Leute mit eurem erdachten Projekt fesseln könnt. Demnach muss das Thema, sprich euer »personal project« zum Konsumieren geeignet sein.
Tja und wenn das steht, muss dafür noch ein Logo entwickelt werden. Dieser Bereich wird als »Project Aid – Vizualisation« bezeichnet. Euer Thema bzw. euer Projekt muss jetzt visualisiert werden, es braucht eine erkennbare Bildmarke, die sich bestenfalls noch etabliert. Es muss klar definiert, erkennbar, aufs Wesentliche begrenzt und einprägsam sein. Je nach Projekt wählt man als Grundstruktur verschiedene geometrische Formen oder Raster, um das Logo darauf aufzubauen. Bei dem Projekt »Subkultur« wäre es daher denkbar, Kreise einzusetzen, die mit Linien verbunden sind. Der Sinn dahinter ist der: Kreise stehen für Ausgewogenheit, Vielfältigkeit und auch für Dynamik. Dadurch kommt das Subkulturen-Gefühl besser rüber, da alles doch irgendwie verschieden sind. Dennoch helfen sie sich gegenseitig und unterstützen sich, was Verbindungslinien darstellen soll. Denkbar wäre aber auch, statt Kreise verschiedene andere geometrische Formen miteinander zu verbinden, um die Verschiedenheit noch erkenntlicher zu machen. Hierzu müsste man einfach einige Beispiele durchgehen und sich am Ende für das Beste entscheiden.
Sehr interessant kann das Logo wirken, wenn es mit einem Hintergrund in Verbindung gebracht wird. Hier könnt ihr wirklich spielerisch damit umgehen und euch einige Figuren ausdenken. Den Hintergrund platziert ihr als einen Art Layer nach hinten, sodass das Logo klar davor steht. Jetzt könnt ihr auch verschiedene Positionen austesten: Wie sieht es am spannendsten aus, wo kann ich eine große, visuelle Wirkung erzielen?!
Achtet unbedingt darauf, das Logo noch zu skalieren – kleiner und größer. Das hat einfach den Grund, das ihr sehen könnt, ob das Logo als kleines Format noch erkenntlich ist. Stellt euch vor, das Logo wird auf Servietten, Visitenkarten oder sonst wo gedruckt, wo es eher klein platziert wird – ist es dann noch als solches erkenntlich?
Dieser Artikel soll einfach dazu dienen, Gedanken weiter fortzuspinnen und nicht auf eine bestimmte Richtung fixiert zu sein. Auch wenn es darum geht, neue Projekte zu starten, kann diese Vorgehensweise manchmal wirklich Wunder bewirken. Versucht also mal für euch selbst aus verschiedenen Adjektiven, in diesem Beispiel waren es Charakterzüge, eigene Projekte zu verwirklichen oder Ideen zu sammeln. Im übrigen solltet ihr gelungene Ideen, für die ihr im Moment keine Verwendung habt, nicht wegwerfen – sichert sie auf Papier oder als Datei. Vielleicht werdet ihr sie später noch benötigen…?!



Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an.
Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf
LaulauChan - 12. Juli 2011
Ich versuchs mal für meinen Yt Channel,danke.
Schöner Beitrag.<3
Chokoboysbruder xD - 12. Juli 2011
ganz cooler artikel eigentlich. vorallem der letzte abschnitt gefällt mir sehr. es ist gut, dass du brainstorming artikel schreibst. jeder hat nämlich die erfahrung gemacht “oh man, wie fang ich bloß mit meiner arbeit an?” und wirklich bis zu 99% würd sich am besten im sand verkriechen. aber diese tipps kann man echt zu allem benutzten, ob es logos sind, projekte,freizeitmöglichkeiten, ja sogar hausaufgaben…brainstorming kann so ziemlich zu allem helfen. bei arbeiten und klausuren in den fächern wie zum beispiel deutsch wäre das brainstorming im text wichtige stellen zu markieren oder umzuschreiben. wer mich kennt und regelmäßig meine kommentare ließt, weiß, dass ich ziemlich wählerich bin und mich nie entscheiden kann. ich bin eine zwiegespaltene person…und für jede kleinigkeit sitz ich an meinem schreibtisch und mach ein brainstorming zB ganz aktuell “battlefield 3″ oder “modernwarfare3″ ? ich hab mir vorteile und nachteile, vergleiche, meinungen und vergleiche zur den vorigen teilen angeschaut. sich vorher gedanken zu machen ist echt wichtig und extrem hilfreich. ich kanns jedem nur empfehlen. (wer wissen will, wofür ich mich entschieden hab….call of duty modern warfare 3 hol ich mir) echt ein sehr hilfreicher artikel. ich verschick den link an ein paar freunden, wenn die probleme mit dem beginn einer arbeit haben.
lg kani