Simultankontrast – Wechselwirkung von Farben

30. August 2010 in Theorie

Der Simultan Konrast beschreibt die Wechselwirkung von Farben

Verschiebt sich das Quadrat?

Hallöchen Leute,

wusstet ihr, dass ihr aufgrund des Simultankontrast unbewusst mit eurem Auge die Gegenfarbe der eigentlichen Farbe seht? Wenn ihr den Text mit dem hellblauen Hintegrund gerade vor euch habt, verbindet das Auge zusätzlich die Farbe Orange bzw. Rot. Es findet also gleichzeitg eine Wechselwirkung statt. Nicht verstanden? Ich erkläre es euch ganz einfach…!

Als erstes sollten wir klären, was simultan eigentlich heißt – es bedeutet nämlich »gleichzeitig« oder »wechselseitig«. Kontrast bezeichnet wie wir alle wissen den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen eines Bildes. Demnach: Simultankontrast bezeichnet eine Wechselwirkung von nebeneinanderliegenden Farbflächen.

Soweit so gut… aber jetzt kommt natürlich schnell die Frage auf, welche Farben denn überhaupt nebeneinander liegen? Da gibt es nichts zu erklären, es ist einfach nach einem Farbkreis  festgelegt:

Der Farbkreis beschreibt Kontraste wie den Simultankontrast

Farbkreis nach Itten



Pickt euch einfach mal zwei Farben raus und schaut sie an, vielleicht merkt ihr, dass eine der Farben viel dominanter auftretet und die andere förmlich verdrängt; man spricht von einer Minderung bzw. Steigerung der Farbe. Benachbarte Farben beeinflussen sich immer gegenseitig, weswegen es wirklich wichtig ist, die richtigen Farben zu mischen. Aber später mehr…

Eine Besonderheit an diesem Kontrast ist, dass unser Auge ihn unbewusst ergänzt, da unser Farbempfinden des Kontrastes nicht wirklich vorhanden ist. Stellt euch einfach mal eine grasgrüne Wiese vor: Wir nehmen außer dem Grün noch simultan, sprich gleichzeitig die Komplementärfarbe, also Rot war. Das macht unser Auge automatisch zum Ausgleich, aber wie vorhin schon erwähnt ist für uns dieses Empfinden nicht vorhanden und deswegen sehen wir kein Rot.

Schauen wir uns den Simultankontrast nun etwas näher an und bleiben beim Grün / Rot Beispiel. Wenn wir nun beispielsweise zwei Farbflächen in den genannten Farben haben und ein kleines graues Quadrat in die Mitte setzen, sehen wir doch sofort, dass sich das Quadrat eher ins rötliche bewegt. Auch der Grauton ändert sich optisch, obwohl er gleich geblieben ist. Das macht eben diesen unglaublichen Kontrast aus, mit dem man, wenn er richtig eingesetzt wird, Menschen an das Bild, Plakat, Flyer oder was auch immer fesseln kann.

Wie verschiebt sich das graue Quadrat nach der Wechselwirkung

Versucht auch mal Farben zu wählen, die nach dem Farbkreis nicht unbedingt gegenüber stehen, sondern vielmehr neben dran! Hier solltet ihr einfach mal rumprobieren. Nutzt einfach Grafikprogramme wie Photoshop oder Gimp, um schnell mal zwei Farben nebeneinander zu stellen. Aber nicht vergessen – Farben sehen auf dem Bildschirm anders als im Druck aus!




Hey, jetzt aber mal im ernst, versucht dieses Wissen mal in euren Projekten umzusetzen. Achtet immer darauf, welche Farbe ihr nun einsetzt und wie sich diese dann simultan mit den anderen Farben verhält. Zieht die Menschen an eure Gestaltung und überbrückt somit die 3-Sekunden-Betrachterzeit. Denn richtig eingesetzt eine tödliche Marketingmaschine ;)

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  1. Dennis S. von SVZ ;) - 31. August 2010

    Tut mir leid aber ich muss jetzt sagen MANN GEIL NEUES LET s PLAY ICH FREU MICH SOOO!

  2. Dustin - 31. August 2010

    erstmal @dennis YEAH du hast voll recht man! xD und dann wieder mal ein super TEXTTEIL xD und ja dann noch: FARBEN SIND COOL :O

  3. Cathychan - 31. August 2010

    ich mag deinen Farbkreis :D

  4. Blackmasters - 1. September 2010

    Das mit den Farben war mir schonma aufgefallen, vor ein paar jahren als ich mit paint ein bisschen rumgespielt habe hatte.
    Wenn man zu lange drauf sieht fängt es an zu flimmern vor den Augen^^.
    Also wieder mal ein cooler Artikel.

  5. stephi - 8. Dezember 2010

    ich finds gut, dass du die verschiedenen kontrastarten so ausführlich beschreibst :)
    und dein schreibstil ist toll, man versteht alles :D !

  6. Marco - 10. Dezember 2010

    “Wenn wir nun beispielsweise zwei Farbflächen in den genannten Farben haben und ein kleines graues Quadrat in die Mitte setzen, sehen wir doch sofort, dass sich das Quadrat eher ins rötliche bewegt.”
    Das ist ein bisschen ungenau, weil ja nur eine Seite des Quadrats rötlich erscheint. Die vor dem roten Grund wirkt nämlich eher grünlich.
    *klugscheiß* ;P

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