Gesund und locker am Computer arbeiten – Tolle Tipps!

Richtig am Computer arbeiten  – richtig einstellen und Gesundheit sichern!
Bild: CAMPUS OF EXCELLENCE

Schon wieder Kopf- und Rückenschmerzen und Verspannungen in Nacken und Schultern? Wahrscheinlich hast du schon wieder zu lange am Computer gearbeitet und dir fehlt der »Auslauf«. Doch das kann man schnell ändern – Gesund und locker am Computer arbeiten – tu deiner Gesundheit etwas Gutes und befolge die einfachen Tipps und Tricks. Es lohnt sich!

In den meisten Fällen sitzt man Stunden vor dem Computer, um für den Kunden etwas zu zaubern, sei es ein Flyer, eine Visitenkarte, eine Broschüre oder was sonst noch anfällt. Aber auch zu Hause, wenn am späten Abend noch gearbeitet oder gechattet wird, vergehen einige Stunden, in denen der Körper stark vernachlässigt wird. Die Folge sind Schmerzen und Verspannungen. Doch das liegt nicht daran, dass man zu lange vor dem Computer saß, sondern vielmehr von den Gegebenheiten wie Stuhl, Schreibtisch und Sitzlage.
Ich möchte euch in diesem Artikel einige Tipps an die Hand geben, um euch zukünftig vor Schmerzen aller Art zu befreien – zumindest von denen, die dadurch in Erscheinung treten…!

Der erste Schritt ist es zu prüfen, ob eure Oberarme locker herabhängen und eure Unterarme eine waagrechte Linie zur Tastatur bilden können. Die Oberarme und Unterarme sollten einen Winkel von 90° oder mehr bilden. Dadurch sitzt ihr zum einen sehr bequem, habt volle Armfreiheit und winkelt nicht umständlich eure Arme, die ansonsten schnell ermüden würden.
So sieht es außerdem bei den Beinen aus! Auch hier sollten Ober- und Unterschenkel einen Winkel, der sich um den Bereich von 90° bewegt, einhalten. Ratsam ist es an dieser Stelle auch, den Füßen festen Boden zu bieten und sie nicht in der Luft hängen zu lassen, wodurch eine starke Fußstütze gewährleistet wird. Aus diesem Grund sollte euer Stuhl so eingestellt werden, dass sich die Sitzfläche in Kniehöhe befindet und nicht unnötig angewinkelt wird.

Aber wie sieht es mit dem Stuhl selbst aus? Die Lehne darf keinesfalls zu weit nach hinten ausweiten – so entstehen am häufigsten unnötige Rückenschmerzen, da ihr nicht locker sitzen könnt. Eine stark angewinkelte und vertikale Lehne ist aber auch nicht das Wahre – es wirkt zu steif und statisch, weswegen die Freiheit von hinten etwas genommen wird. Stattdessen sollte man einzig und allein auf das dynamische Sitzen setzen! Eine locker angebrachte Lehne, häufig die Sitzhaltung ändern und zwischendurch mal aufstehen. Mit diesen einfach aber sehr wirkungsvollen Tricks, tut ihr eurem Rücken und damit eurer Gesundheit einen sehr großen Gefallen! Daher sollte man, sofern das möglich ist, einige Arbeiten im Stehen erledigen, beispielsweise Telefonate tätigen oder Akten sortieren.
Noch besser als Stehen ist übrigens Gehen: Einfach mal den lieben Kollegen besuchen, statt ihm eine Mail zu senden oder etwas Gymnastik im Büro machen.

Was ist die essentielle Hardware am Computer? Richtig, die Tastatur! Ohne Tastatur funktioniert gar nichts – diese muss übrigens 10 cm bis 15 cm von der Tischkante entfernt sein, damit ihr eure Handballen in euren (Eingabe-)Pausen auf euren Tisch legen könnt. Das ist für die Schulter- und Nackenmuskulatur kein schlechter Trick!
Der Computer selbst sollte auf eurer bzw. leicht unter eurer Augenhöhe stehen, damit es keine Verspannungen im Nacken gibt (ich kannte dieses Problem zu gut).

Ich sitze perfekt am Schreibtisch und kann jetzt arbeiten… muss ich noch etwas relevantes beachten? habt ihr schon mal den Abstand zwischen euren Augen und dem Bildschirm gemessen? Neben den auftretenden Schmerzen und Verspannungen, können übermüdete Augen auch den ganzen tag versauen. Bevor ihr eure Augen kaputt macht, solltet ihr euch folgende Tipps ans Herz legen.
Kommen wir also direkt zu dem erwähnten Abstand: Je nach Arbeitsaufgabe, sollte der Abstand zwischen euren Augen und dem Bildschirm mindestens 50 cm und höchstens 80 cm betragen. Wenn ihr euch in diesem Bereich aufhaltet, könnt ihr Nichts falsch machen. Hier spielt natürlich auch die Größe eures Bildschirms eine wesentliche Rolle – um nicht die volle Ladung abzubekommen, ist ein kleinerer Bildschirm doch um einiges besser.

Flimmernde Bildschirme sind nicht nur nervtötend sondern auch schlecht für das Auge und führt zu bösen Kopfschmerzen. Aber woher weiß ich, ob mein Bildschirm flimmert? Ganz einfach: Schaut etwa 10 cm neben den Bildschirm und beobachtet ihn, ohne dabei direkt hinzusehen. So seht ihr entweder ein flimmern oder eine normale Helligkeitsstufe. Sollte es flimmern, könnt in das in der Systemsteuerung eures Computer ändern! Einfach die Bildwiederholfrequenz auf 85 Hz oder mehr einstellen. Übrigens: Eine besondere Anzeige-Technik von LCD-Bildschirmen führt dazu, dass der Bildschirm definitiv nicht flimmern wird.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Beleuchtung zu sprechen kommen. Es gilt zu vermeiden, Richtung Fenster zu blicken, wenn am Computer gearbeitet wird. Desweiteren sollten sich keine Fenster oder Leuchten im Bildschirm spiegeln. Bestenfalls arbeitet ihr mit Blickrichtung parallel zum Fenster. Wenn ihr am späten Abend noch arbeitet, sollte nicht nur der Bereich um euch herum beleuchtet werden, sondern das ganze Zimmer. Das sage ich nicht, um euch hohe Stromkosten zu verpassen, sondern um eure Gesundheit zu schützen. Denn wenn ihr nur euren Arbeitsplatz mit einer Tischlampe beleuchtet, müssen eure Augen sich ständig an unterschiedliche Lichtverhältnisse im Raum anpassen. Das ständige Einkrümmen und Ausweiten der Pupille sollte unterlassen werden.

Na, befolgt ihr diese Regeln bereits? Wenn nicht, rate ich euch dringend, es so mal zu versuchen. Ich kann euch bei exakter Einhaltung der Regeln nahezu garantieren, dass ihr ohne Schmerzen und Verspannungen aufstehen wird.
Ein Hoch auf gesundes Arbeiten am Computer!

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

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