Bezahlen im Internet – Sicherheit durch PayPal & Co. ?

Im Internet sicher bezahlen – mit PayPal, Giropay oder Kreditkarte?
Was ist am sichersten?

Online-Shopping wird von Jahr zu Jahr beliebter! Hier und da mal schnell im Internet einkaufen und sich alles bequem per Post zuschicken lassen. Das einzige Problem: Wie bezahle ich sicher in Online-Shops, ohne dass Dritte an meine Daten kommen? Die drei gängigsten Verfahren möchte ich beleuchten…

Im letzten Artikel, in dem es um die Gütesiegel von Online-Shops ging, haben wir bereits gesehen, woran man einen guten Shop erkennen kann und welche Kriterien dieser erfüllen sollte. Heute beschäftigen wir uns direkt mit diesem Thema weiter, setzten jedoch auf den Aspekt des sicheren Bezahlen. Dabei geht es nicht primär darum, ob Online-Shops die falschen Verfahren anbieten oder die gängigen Formate gar nicht integrieren. Vielmehr geht es um Angriffe von Außen, die durch das Bezahlen im Internet entstehen können. Denn eines ist sicher: Hacker können mit Daten wirklich alles machen…

Aber welche Verfahren werden oftmals von Online-Shops angeboten? Am meisten verbreitet ist das beliebteste und auch einfachste Zahlungsmittel – die Kreditkarte! Wie in der schönen »Offline-Welt«, gibt es diese Methode auch in Online-Shops, die jedoch einen gewaltigen Nachteil mit sich bringt. Das Problem ist, dass die Kartendaten des Besitzers bei jedem Kauf neu eingegeben werden müssen. Daraus resultiert, dass Betrüger durch Schadprogramme wie Trojaner, die die Daten heimlich mitprotokollieren, sowie andere Viren, an die Daten kommen und sie erspähen. Was auch passieren kann ist das einfache Abfangen der Daten, wenn der Betrüger zwischen dem Käufer und Händler steht.
Selbst der Shop-Betreiber sollte auf der Hut sein – Betrüger hacken immer wieder Online-Shops und gelangen durch diesen Weg auch an die Kartendaten. Aus diesem Grund ist der Schutzfaktor, beim Kauf mit Hilfe der Kreditkarte, gleich Null! Solltet ihr also entdecken, dass eine unerlaubte Abbuchung eures Konto vollzogen wurde, so könnt ihr es bei der Kreditkartenfirma direkt zurückfordern und es abbuchen lassen. Die Banken und Kartenanbieter arbeiten derzeit fieberhaft an neuen Chips, um die Karten sicherer zu machen.

Ein weiterer Vertreter, der zudem immer beliebter wird, ist Giropay. Entwickelt wurde dieses Bezahlsystem von der deutschen Kreditwirtschaft, an der die Postbank, Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken angeknüpft sind. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Klickt ein Käufer auf den Giropay-Button, um dieses Bezahlsystem zu wählen, so wird dieser auf die Online-Banking Seite seiner Bank weitergeleitet. Hier wird prompt die Bankleitzahl verlangt – eine Online-Überweisung wird getätigt, womit der Händler direkt eine Nachricht bekommt, dass das Geld unterwegs ist. Hört sich sicher an? Ist jedenfalls sicherer als die Variante mit der Kreditkarte, jedoch sollte der Käufer darauf achten, auch wirklich auf die Online-Banking-Seite zu gelangen. Es gibt viele Betrüger, die täuschend echte Webseiten großer Banken nachbauen. So wird im schlimmsten Fall auf solch eine betrügerische Webseite weitergeleitet, statt zur Richtigen. Wird hier eine Überweisung getätigt, ist das Geld für immer weg! Am Besten immer einen kleinen Blick auf die URL werfen, ob diese auch mit der Originalen übereinstimmt.

Insgesamt 27 Millionen Deutsche setzen im Internet auf ein anderes Bezahlsystem, um in Online-Shops einzukaufen. Die Rede ist von PayPal, das zentrale Bezahlsystem, welches zu eBay gehört. Nach einer kurzen Anmeldung, sowie Hinterlegung von Benutzername und jeglichen Kontodaten, kann auch schon froh und munter eingekauft werden. So wird man beim Kauf einer Ware zu PayPal weitergeleitet, wo der Kauf und somit die Zahlung bestätigt werden.
Schlussendlich ist es ein hervorragender Dienst, um unbekannten Händlern nicht die Kontodaten in die Hand zu legen. Dennoch ist eine solche Datensammelstelle für Hacker ein beliebter »Reiseort« um an neue Kontodaten zu gelangen. Aber mal abgesehen davon, kristallisiert sich hier ein vertrauenswürdiger Dienst, der selbst das Geld zurückbucht, wenn keine Sendung der Ware erfolgt sein sollte oder es andere Komplikationen gab.

Online-Shopping kann so schön sein, doch das sichere Bezahlen steht an erster Stelle! Eine bombensichere Bezahlung gibt es bis dato nicht – wer aber links und rechts schaut und nicht unbedingt mit der Kreditkarte einkauft, dem kann nichts passieren…?!

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

3 Gedanken zu „Bezahlen im Internet – Sicherheit durch PayPal & Co. ?“

  1. Ein sehr guter Aritkel, Respekt. Auch mit einem sehr ansprechenden Thema. Du hast mir einige offene Fragen in einigen Aspekten auch beantwortet, danke dir! Ich selbst hab Erfahrungen mit Paypal gemacht und kann es nur weiter empfehlen, vor allem für ebay Einkäufe ist es ein Segen (insofern man der Käufer ist).

  2. Ja klar, online Shopping ist natürlich bequem und einfach, aber du hast Recht, Hacker können sich deine Daten extrem schnell zum Eigen machen, deshalb empfehle ich, wenn es geht, statt mit Kredikarte, usw. Auf Rechnung zu bezahlen. Das heißt, es erst zu bezahlen, wenn das Produkt schon sicher zuhause gelandet ist. Und die Websites sind auch so geschickt, dass sie, wenn du einmal was online gekauft hast, dir immer wieder Werbeprospekte schicken, das natürlich sehr nervig ist. Doch gibt es auch sichere Seiten, wie z.B. Amazon. Eine Folge des Online Shoppings, ist außerdem auch noch, das man vielleicht den Überblick über seine Ausgaben (sprich: Geldausgaben) verloren hat.
    Fazit: Hin und Wiedermal ist das Online Shopping natürlich nicht bedenklich, solange man auf einer sicheren seite ist. Doch sollte man es nicht übertreiben, denn sonst droht die Gefahr der Kaufsucht und den Rest kann man sich ja selbst denken.
    LG Matze96

  3. Die Unsicherheit bei den Onlinezahlungen liegt meistens in einem Fehler des Bedieners in irgend einer Form. So werden zum Beispiel veraltete Betriebssysteme verwendet, die vom Hersteller nicht mehr supportet werden. Ein weiterer Faktor, den man nicht ausser Acht lassen sollte, ist eine gute Internetsecurity Suite zu verwenden, die zuverlässig vor Angriffen schützt. Wenn man die Regeln des „gesunden Menschenverstandes“ beachtet, vermeidet man im Allgemeinen „unliebsame Überraschungen“

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