Videospiele als Medikament? Brain Plasticity ist dran!

Videospiele zukünftig als Medikament im Einsatz?
Videospiele bald auf Rezept?

Was haltet ihr von der Idee, Videospiele als Rezept bzw. Medikament verabreicht zu bekommen? Eine recht skurrile aber interessante Vorstellung, die vor allem Fans von Videospielen das Herz höher schlagen lässt. Die Firma Brain Plasticity versucht jetzt anhand eines umfangreichen Tests, Videospiele als zukünftiges Medikament vorzuschlagen. Jetzt im ernst…?!

Irgendwie ist das doch eine sehr merkwürdige Vorstellung. Ihr seid krank und bekommt als Medizin beispielsweise ein Nintendo Spiel wie Dr. Kawashimas Gehirnjogging verabreicht. Statt einer doofen, langweiligen und vielleicht nicht effektiven Therapie, gibt es stattdessen Spielspaß an der Konsole. Spreche ich hier für jeden Leser, wenn ich jetzt sage, dass das eine tolle Vorstellung ist? Und das muss nicht mal ein Traum bleiben, sondern wird jetzt tatsächlich in die Tat gesetzt!

Brain Plasticity setzt sich ein

Das US-Unternehmen »Brain Plasticity« hat nun einen Antrag gestellt, ihre programmierten Spiele zur Therapie bewerten zu lassen, um sie dann zukünftig auch in diesem Bereich einzusetzen. Die Programmierer haben nämlich ein Spiel entwickelt, das Menschen mit Schizophrenie dabei helfen soll, in der Welt besser zurechtzufinden und ein normales Leben zu führen. Die Aufgabe des Spieles ist es, Gedächtnis und Aufmerksamkeit zu schulen und es zu trainieren. Hierfür eignen sich Memory-Spiele sehr gut – auch Spiele, in denen es um Augen-Koordination und Reaktionsvermögen geht, können gegen Schizophrenie ankommen.
Was sich aber auch noch in der Entwicklung befindet, ist ein Spiel gegen Depressionen und Angststörungen. Wie genau ein solches Spiel aussieht, kann ich mir kaum vorstellen… oder hilft es, ein knallbuntes Spiel zu spielen, das pure Freude ausstrahlt und mit Komplimenten um sich wirft? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen; man wird sich dadurch doch völlig im Spiel gefangen fühlen und nur dort »akzeptiert« werden. Daher bin ich echt sehr gespannt darauf, welche Fortschritte die Medizin im Bereich der Videospiele machen wird!

In der Zukunft geht es mit Brain Plasticity so weiter, dass jetzt im Frühjahr ein umfangreicher Test, ein Versuch gestartet wird. Es werden nämlich 150 Probanden sechs Monate lang, täglich eine Stunde ein Videospiel spielen. Sollte sich nach diesem Test die Lebensqualität der Teilnehmer signifikant erhöhen, so stehen die Chancen nicht schlecht, dass es bald Videospiele als Rezept gibt – ich würde es mir wünschen! Was ich mich allerdings noch frage ist, wie Menschen dazu bewegt werden, ein Videospiel zu spielen? Ich mein… nicht jeder Mensch kann mit dieser wunderbaren Kultur, so möchte ich sagen, etwas anfangen und finden Videospiele eher kindisch als spaßig und fördernd. Es gibt immerhin so viele Ansätze, um ein Videospiel wirklich interessant und wissensbereichernd zu gestalten. Doch die Nicht-Videospieler sehen natürlich nur die schlechten Nachrichten – wie Amok-Läufe, die unter Umständen durch Videospiele hervorkamen. Aber gut, das ist jetzt auch wieder ein anderes Thema…

Ich will mein Gehirn mit Videospielen trainieren!

Wer seinem Gehirn etwas Gutes tun und ein kleines Training absolvieren möchte, der schaut einfach mal auf der Webseite Posit Science nach. Die Firma bietet auf ihrer Webseite einen Fragebogen an, mit dem herausgefunden wird, welches Spiel dem eigenen Denken fördernd wirkt. Außerdem lässt sich die Performance des Gehirnes verbessern: Hier bietet Posit Science Gehirn-Tests in verschiedenen Kategorien an:

  • Flexibilität – worauf achtet das Gehirn, was schaltet es instinktiv ab?
  • Memory – welche Abschnitte kannst du dir merken?
  • Speed – wie schnell reagiert dein Gehirn auf Musik?

Schaut mal rein und testet euer Gehirn und somit eure Aktivität. Was ich persönlich auch noch an die Hand geben kann, ist Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Das Spiel bietet eine schöne Ansammlung an Minispielen, die für das Gehirn konzipiert wurden. Wie schnell rechnest du, wie fehlerfrei liest du, wie viele Zahlen kannst du dir merken, und noch vieles mehr! Ich verlinke euch mal das Spiel hier mal, Link führt zu Amazon. Ansonsten heißt es dran bleiben und fit durch das Leben gehen!

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

Ein Gedanke zu „Videospiele als Medikament? Brain Plasticity ist dran!“

  1. Also wenn das wirklich wahr ist, wäre es toll! Ich könnte mir sogar vorstellen, wie man dadurch Fortschritte machen kann, z. B. Mit deinen Beispiel, Dr. Kawashimas Gehirnjogging. Aber ich denke man kann auch seine Fingerfertigkeit damit verbessern, bei Spielen wie Guitar Hero so verrückt es klingt, falls man mit Stiften nur langsam schreiben kann. Also es wär gar nicht mal so unlogisch mit Videospielen zu behandeln, aber natürlich sollte man auch nicht auf die üblichen Behandlungsmethoden verzichten, denn man muss erst testen obs funktioniert. Ich möchte noch gern was hinzufügen. Allgemein ist eigentlich nur Nintendo richtig bereit Spiele für Gesundheit, Geist, Konzentration und dergleichen zu produzieren, deshalb wenn ein Arzt diese Methode verwenden sollte, dann aber mit Nintendo :) ich habe mal einen Bericht gesehen, in dem Rentner in Altenheimen fit gehalten werden, zumindest etwas, durch Wii Sports und das ist eine gute Sache, Nintendo setzt sich nicht nur für die neue Generation ein, sondern auch für die Älteren und damit sind sie so ziemlich allein. Ich würde Microsoft und Sony empfehlen auch Für alle Generation was zu tun. Ich danke dir für den gut gemachten Beitrag und hoffe das ich nicht zu weit vom Thema abgewichen bin

    LG Matze96 :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.