Copyright Claim problem auf YouTube

Kein Geld auf YouTube verdienen wegen Content ID Treffern?

Heiliger Kuhmist: YouTube verschärft ihr Copyright-System und mahnt YouTuber mit Content ID Treffern ab, sodass sie ihre Videos nicht mehr monetarisieren können! Gerade im »neidischen Deutschland«, wo Werbung vor Videos ungern gesehen wird, da viele nicht verstehen möchten, dass mit den Videos Geld verdient wird bzw. werden muss, ist das neue System willkommen. Doch wer sich etwas mehr mit der Materie auseinandersetzt und vielleicht selbst YouTuber ist und Geld verdient, wird die Problematik verstehen: Kein Geld! Was tun?

Es ist nach so langer Zeit in einigen Kreisen immer noch verpönt, mit Videos auf YouTube Geld zu verdienen. Doch schon mal darüber nachgedacht, dass manche Nutzer dies nicht mehr zum Spaß, sondern als Vollzeit-Job unternehmen? YouTuber zahlen mit dem eingenommenen Geld ihre Miete, Wasser, Strom… ihre Nahrungsmittel! Dafür haben sie genügend Zeit für YouTube und ihre Community Videos zu produzieren, quantitativ sowie qualitativ! Wäre das nicht der Fall, so würden die vielen YouTuber unter der Woche eine andere Arbeit nachgehen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und hätten somit weniger Zeit um Videos zu produzieren und für gewisse Felder für Entertainment zu sorgen.
Richtig betroffen ist vor allem die Gaming-Community, seien es es Reviews, Previews, Let’s Plays oder ähnliche Arten dieser Videos. Gerade hier gibt es einen massigen Einsturz im Portemonnaie und viele Nutzer schrauben bereits ihren Content (vorerst?) runter, da nichts dabei raus kommt.

Noch mehr Probleme

Im Frühjahr 2014 möchte YouTube auch weitere Kopfschüsse verpassen: Videos werden nicht direkt nach dem Upload monetarisiert, sondern werden erst gründlich geprüft, was sogar Tage dauern könnte. Gerade YouTuber, die Neuigkeiten aus dem Gaming-Bereich verbreiten wollen, bekommen so viel weniger Einnahmen! Ist das Video erstmal monetarisiert, sind die News schon »veraltet« und die meisten Views / Klicks sind bereits gemacht worden. Natürlich gibt es hier auch Unterschiede, da Videos immer die Chance haben, viral zu funktionieren…

Was tun?

Abwarten! Leider gibt es tatsächlich keine Lösung, wenn mit Videospielen gearbeitet wird. Content von Capcom kann beispielsweise (erneut) monetarisiert werden, da Capcom mit der Content ID Geschichte nichts zu tun haben möchte – gut so! Ansonsten gilt es abzuwarten und Videos mit großer Vorsicht zu erstellen. Nicht mehr als 10 Sekunden des Spiels zeigen und bestenfalls keine Original-Musik einbinden. Tja und was machen die Let’s Player? Das frage ich mich derzeit auch…

Enorm wichtig ist aber das Weiterdenken nach Alternativen! Ich möchte niemanden ans Bein pinkeln und sagen, dass derjenige, der von diesem Problem betroffen ist, selbst schuld sei. Aber eines müssen wir uns deutlich klar machen: YouTube ist im stetigen Wandel und bringt positive wie auch (verstärkt) negative Veränderungen mit sich. Das bedeutet, dass es so weit sein kann, dass wir irgendwann in gewissen Szenen kein Geld mehr ausschöpfen können, wodurch der Grad der qualitativen Produktion schrumpft und es nur noch »Spaß-Content« gibt, was damals auf YouTube stärker etabliert war. Da hat man mal Lust ein kurzes Video zu drehen, stellt es hoch und ist für die nächsten 1-2 Monate nicht mehr aktiv. YouTube verliert ihre Community, in erster Linie im Gaming-Bereich!
Alternativen braucht das Land! Wer einen erfolgreichen YouTube-Channel führt, sollte auch an andere Wege denken, um an Geld zu kommen: Am Besten eignet sich dazu eine eigene Webseite mit Reviews, Previews, Merchandise-Artikeln und vielem mehr! Der Clou an dieser Sache ist, dass die Fanbase auf ein alternatives Medium umsteigt, vielleicht keine Videos, aber Artikel der YouTuber lesen (die wiederum mit Werbebanner monetarisiert werden) und Fanartikel verkaufen.
Das war jetzt nur eines von sehr vielen Beispielen. Klar muss jedem sein, dass ein zweites Standbein aufgebaut werden muss, um nicht irgendwann ohne Dach übern Kopf einschlafen zu müssen.

Was denkt ihr darüber, welche Gedanken verfolgen euch und wie seht ihr die Zukunft von YouTube – vor allem im Gaming-Bereich? Ich bin auf eure Meinung sehr gespannt. Übrigens: Fitte Entwickler sollten sich mal an ein Video-Portal wagen… YouTube braucht würdige Konkurrenz, die auch mehr hergibt und mit Copyright klüger umgehen kann!

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

Ein Gedanke zu „Kein Geld auf YouTube verdienen wegen Content ID Treffern?“

  1. Grade bei Let’s Plays ist es eher die Problematik, dass mit urheberrechtlich Geschütztem Material anderer (eben die Spiele) Geld verdient wird/ werden soll.

    Ich hatte mal in einem Law Blog einen Artikel gelesen in dem es um genau diese Problematik ging.

    Generell ist es sicher verführerisch jede Möglichkeit zum Geldverdienen zu nutzen, mit dem eigenen Hobby ja noch besser. Dann kommen die rechtlichen Stolpersteine.

    Ich will nicht behaupten bestens informiert zu sein, aber die meisten gehen da noch naiver an die Sache und ärgern sich erst, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

    Da Google der Global Player ist, dem man als erstes ans Bein pinkeln kann, setzen die notgedrungen das durch, was die Urheber an Forderungen so stellen.

    Die Alternative wäre: jeder kleine YouTuber, der mit den Rechten anderer unsauber umgeht, bekommt direkt Probleme.

    Das kann aber auch keiner wollen…

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