Gutes Webdesign Layout bedeutet Form Follows Function?

Wie war das noch gleich, Form Follows Function? Im übertragenem Sinne bedeutet das, dass Webdesign auf Funktionalität folgt. Das stimmt sogar, kapieren die Meisten aber nicht. Entweder ist das Design wirklich hervorragend und die Funktionalität grausam oder genau umgekehrt: Gut durchdachte Funktionen aber grottiges Webdesign. Was bringt einem also schönes Webdesign, wenn die User Experience auf der Seite für den Müll ist?

Mit Webdesign ist es wie mit Frauen – schön soll sie sein, aber vergiss nicht, dass der Charakter viel entscheidender ist. Wenn jedes Unternehmen so denken würde, wären die Firmen nicht nur lokal bzw. national oder gar international besser im Internet vertreten, sondern würden damit auch ihr Geschäft ankurbeln. Im Grunde gibt es diesbezüglich 3 Arten von Webdesign im Internet:

  1. Webdesign Layouts, die alles richtig gemacht haben und funktionieren.
  2. Richtiger Webdesign Augenschmauß, der aber in der Funktion nicht punktet.
  3. Augenkrebs erregendes Webdesign, dessen Funktionen allerdings super funktionieren.

Gut, es gibt theoretisch noch eine vierte Art, wenn alles schief läuft, Webdesign und Funktion. Aber diese Totalausfälle kann sich jeder spätestens nach dem Durchlesen des Artikel erschließen. Die erste Art möchte ich hier auch nicht weiter thematisieren. Die macht alles so richtig, dass eine separate Analyse und damit ein extra Artikel besser wäre. Jedoch stellen wir einen Kern heraus, der elementar für ordentliches Webdesign ist: Das Layout!

Das Webdesign Layout ist „das detaillierte Sichtbarmachen eines gedanklichen Bildes im Sinne eines tatsächlichen Entwurfs“, so Wikipedia. Die meisten Webseiten scheitern nicht daran, dass sie nicht suchmaschinenoptimiert sind, sondern dass sie entweder nicht ansprechend gestaltet sind oder nicht funktionieren. Leider verstehen die Meisten unter Webdesign das bloße Design der Seite. Doch es geht um vielmehr, es geht um das Gestalten (!) der Usability, User Experience, User Interface Design und was es nicht noch für tolle Begriffe gibt. Das klingt komplizierter als es ist: Versetzt euch einfach mal in den Nutzer, der eure Webseite besucht. Was will er, was nutzt er und wie kam er womöglich auf eure Seite? Sucht er beispielsweise nach „Staubsauger Vergleich“ und kam auf eure Seite? Super, wenn eure Webseite jetzt nicht wie aus den 90ern aussieht, habt ihr ihn schon mal an der Angel.

Mit dem Gedanken geht es direkt weiter: Was will er auf eurer Seite? Die Meisten (und das ist leider tatsächlich der Fall) bieten dem Nutzer tolle Artikel zu Staubsaugern an oder binden Links zu Amazon ein, um ihnen einen tollen Staubsauger anzudrehen. Klingt alles sehr nett, aber der Nutzer will sowas nicht sehen und verlässt die Seite. Warum? Weil er nach „Staubsauger Vergleich“ gesucht hat und jetzt eine Webseite erwartet, die ihm Vergleiche zwischen Staubsaugern vorzeigt. Die Funktionalität wäre, dass er ohne Mühe und Verständnisprobleme verschiedene Staubsauger miteinander vergleichen kann und der Design-Aspekt, dass der Vergleich auch übersichtlich und optisch ansprechend gestaltet ist – das natürlich nur im Groben formuliert.

Ein Webdesign Layout ist Gold wert

Der Grund warum ich mit euch dieses kleine Beispiel durchgehen wollte, ist folgender: Investiert mehr Zeit in ein ordentliches Webdesign Layout. Entwerft ein schickes Design, das auf einer hervorragenden Funktionalität aufbaut. Es ist nicht nur eine reine Planung, die schnell gehen soll, um vor der Konkurrenz mit einer Webseite gut platziert zu sein. Wenn ihr eure Nutzer und Kunden mit den Inhalten abholt, die sie sehen wollen, werden sie euch stets gegenüber der Konkurrent bevorzugen.

Vergesst nur nicht das Zusammenspiel beider Komponenten und überlegt euch, wie euer Webdesign Layout gestaltet werden muss, um die Nutzer abholen zu können. Als Beispiel dient das Webdesign von Pixense, die dezent in einem schicken Design auftreten und als Informationsplattform für ihre Full-Service Werbeagentur super funktioniert. Denn die Webdesign Faustregel lautet: Priorisieren, reduzieren und anschließend im Kontext betrachten.

Veröffentlicht von

Thomas Noschka

Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube

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