16 März, 2012 von Thomas Noschka · 2 Kommentare

Die Informationsdichte zerstört die Interface Usability

Wie viele Informationen kann ich auf den Bildschirm packen?

Banales, aber treffsicheres Beispiel

Vor lauter Informationen verstehe ich die Webseite nicht mehr, Hilfe! So schön bunte Icons und gewinnbringende Werbebanner auch ein mögen, muss eine Webseite in erster Linie für den Nutzer gestaltet werden. Viele Informationen in kürzester Zeit zu erfassen, ist heutzutage elementar. Jedoch darf die Usability nicht darunter leiden…

Es ist leider keine Seltenheit auf Webseiten, wenn viel zu viele Informationen auf einem Bildschirm dargestellt werden. Die Dichte an Informationen wird aus diesem Grund viel zu hoch und die Zeichen auf der Webseite viel zu klein, weswegen die Lesbarkeit deutlich erschwert wird. Statt Zeit durch die Menge an Informationen zu gewinnen, verliert man diese beim bloßen Auffinden von Informationen. Werbebanner sind zwar nervig, sind aber teilweise noch überschaubar. Viel schlimmer sind tausende Links, die zu Unterseiten oder anderen Webseiten linken.
Beim Betrachten einer Webseite ist es wichtig, die bedeutendsten und wichtigsten Informationen gleich auf den Bildschirm zu verteilen, ohne dass der Nutzer noch scrollen muss. Das ist eine Art Faustregel, die man sich ans Herz nehmen sollte. Natürlich lassen sich weitere Informationen im unteren Bereich, zum Beispiel im Footer, verstauen. Dennoch sollten die Navigationselemente zu den wesentlichen Seiten führen und dennoch eine sehr gute Struktur aufweisen, um sich darin nicht zu verlieren. Hinzu kommt außerdem der Aspekt des Browsers: Über diverse Tools und Applikationen etlicher Webseiten, lassen sich zusätzliche Menüleisten in den Browser integrieren, weswegen der eigentliche Sichtbereich deutlich kleiner ausfällt.

Worauf sollte man beim Gestalten von Informationen also achten? Als erstes ist es wichtig, sich die Ziele bzw. Aufgaben genauer anzusehen und sie zu analysieren. Danach müsste klar sein, wie die Informationen abgestimmt werden müssen. Im Endeffekt sind nur die erforderlichen Angaben auf dem Bildschirm nötig, um die Funktionen sowie Informationen zu erfassen und aufgabenbezogen nutzen zu können.
Ein Beispiel für eine Software-Applikation wäre Photoshop. Hier habe ich neben den grundlegenden Werkzeugen wie Zauberstab, Pinsel, Auswahlwerkzeug und mehr, auch die ganzen Filter und Möglichkeit zur Veränderung des Bildes, beispielsweise mithilfe der Tonwertkorrektur. Werkzeuge, die ich wirklich ständig brauche und verwende, sind in meinem Werkzeugfenster enthalten. Auf alles andere kann ich auch sehr schnell zugreifen, brauch ich jedoch nicht jederzeit. Genau deswegen sind solche Elemente eher in der Struktur »versteckt« und bilden eine Unterkategorie. Ist das schlecht? Ganz im Gegenteil: Ich werde durch die Anzahl der Informationen nicht überwuchert, da es sehr übersichtlich gehalten ist und ich wahlweise Fenster hinzufügen kann. Alles andere ist für mich ausgeblendet, wodurch ich eine ganze Menge Platz zum Arbeiten habe.

Ein Mittelmaß für die Informationsdichte finden, möglichst viele wichtiger Bereiche darstellen, aber dennoch eine sehr gute Übersicht und Struktur bieten – das ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen und guten Interface. Ganz egal ob es sich um eine Webseite, eine Smartphone Applikation oder um andere technischen Gelegenheiten handelt; eine gut strukturierte Informationsquelle verärgert nicht den Benutzer und lässt mehr Kontakt zu!

Autor Thomas Noschka
Wer schreibt hier?
Hallo, ich bin Thomas – Blogger, Grafik- und Interface Designer. Ich skate gerne, trinke Tee, reise oft und sehe das Internet als große Spielwiese an. Wenn du mehr über mich wissen möchtest, dann besuche mich auf Twitter, Facebook, Google+ und YouTube
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